Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam

Standort:
Zentrum für Zeithistorische Forschung
Am Neuen Markt 1
14467 Potsdam
Deutschland

Kontakt:
Dr. Hans-Hermann Hertle
Tel.: +49 (0)331 28991 31
hertle[at]zzf-potsdam.de

Selbstbeschreibung: 

Das Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) erforscht die deutsche und europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und ihre Auswirkungen bis in die Gegenwart. Es ist ein Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und wird vom Bund und den Ländern finanziert.

Das Institut ist gegenwärtig in vier Abteilungen gegliedert, die sich mit den Themenbereichen "Kommunismus und Gesellschaft", "Geschichte des Wirtschaftens", "Zeitgeschichte der Medien- und Informationsgesellschaft" sowie "Regime des Sozialen" befassen.

Mit Portalen wie "Zeitgeschichte-online" und der Zeitschrift "Zeithistorische Forschungen" ist das ZZF in Deutschland einer der führenden Anbieter von zeithistorischen Fachinformationen im Internet. Mit "Docupedia Zeitgeschichte" hat das ZZF zudem ein für das Internet konzipiertes Nachschlagewerk zu zentralen Begriffen, Konzepten und Methoden der zeithistorischen Forschung aufgebaut.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Die Erforschung des Kalten Krieges gehört seit der Gründung des Instituts 1992 zu den Arbeitsschwerpunkten des ZZF. Seitdem publizierten seine Mitarbeiter zahlreiche Studien zu diesem Themenfeld, die von lokal- und regionalgeschichtlichen Studien zur Systemkonkurrenz in Berlin und Brandenburg über deutsch-deutsche Perspektiven bis hin zur globalen Geschichte der Blockkonfrontation reichen. Die DDR und Ostmitteleuropa stehen dabei im Vordergrund.

Mit dem Themenschwerpunkt "Massenmedien im Kalten Krieg" rückten transnationale Kommunikations- und Austauschprozesse in West- und Osteuropa in den Fokus der Forschungen am ZZF. Unter politik-, medien- und kulturgeschichtlichen Aspekten beschäftigten sich zahlreiche Projekte mit der Frage, wie mediale Öffentlichkeiten in nationalen und in transnationalen Kontexten entstanden, welche Funktionen sie in politischen Prozessen übernahmen und wie sie sich unter den Bedingungen des Kalten Krieges wandelten. Dabei standen kultur- und gesellschaftsgeschichtliche Perspektiven auf die Cold War Cultures im Mittelpunkt. Unter der erweiterten Fragestellung einer "Zeitgeschichte der Informations- und Mediengesellschaft" ressortieren die mediengeschichtlichen Projekte heute in der ZZF-Forschungsabteilung III.

Die Dokumentation und Analyse des Verfalls und Untergangs der kommunistischen Machtordnung in Europa als wesentlichem Faktor des Endes des Kalten Krieges ist in der ZZF-Forschungsabteilung I angesiedelt. Dazu gehören die Projekte zur Gesellschaftsgeschichte der DDR ebenso wie vergleichende sozial- und kulturgeschichtliche Studien zu den Staaten Ostmitteleuropas, vor allem zu Polen und der CSSR. Ein internationales Forschungs- und Vernetzungsprojekt zum Thema "Physische Gewalt und Herrschaftslegitimation im Spätsozialismus" wurde gerade abgeschlossen.

Zu den aktuellen Forschungsvorhaben am ZZF, die sich mit der Geschichte des Kalten Krieges befassen, gehören des weiteren Projekte zur Globalisierung, zur Visual History des Kalten Krieges, ein Editionsprojekt zur sowjetischen Deutschlandpolitik bis 1953 oder auch ein Projekt zur Computernutzung im geteilten Deutschland.

Die zahlreichen Studien des Instituts zur DDR-Geschichte sind jüngst durch eine Publikation ("Geteilte Geschichte") ergänzt worden, die eine gesamtdeutsche Perspektive auf die Gesellschaftsgeschichte der Teilung und der Wiedervereinigung wirft und diese im internationalen Kontext behandelt.

Gemeinsam mit mehreren Kooperationspartnern gibt das ZZF Internet-Themenportale für eine historisch interessierte Öffentlichkeit sowie für Akteure der historisch-politischen und schulischen Bildung heraus. Das Spektrum reicht vom Volksaufstand in der DDR am 17. Juni 1953 über die Ungarische Revolution von 1956 bis hin zur Geschichte der Berliner Mauer und der friedlichen Revolution von 1989.