Deutsches Spionagemuseum

Standort:
Deutsches Spionagemuseum
Leipziger Platz 9
10117 Berlin
Deutschland

Kontakt:
Anica Stebner
Tel. +49 (0)30 398200450
info[at]deutsches-spionagemuseum.de

Öffnungszeiten:
Täglich 10 - 20 Uhr

www.deutsches-spionagemuseum.de

Selbstbeschreibung: 

Wo einst die Berliner Mauer die Stadt teilte, gibt das Deutsche Spionagemuseum auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche einen einzigartigen Einblick in das Schattenreich der Spionage. Den Besuchern stehen seltene Exponate und modernste Technologien zur Seite, um die raffinierten und zum Teil skurrilen Methoden von Agenten und Geheimdiensten multimedial und interaktiv "aufzudecken". Erleben Sie in Deutschlands einzigem Spionagemuseum eine packende Zeitreise von den biblischen Kundschaftern über die Blütezeit der Geheimdienste im Kalten Krieg bis in die Gegenwart und Zukunft mitten in der Hauptstadt der Spione.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Für die Arbeit der Geheimdienste war die geteilte Welt eine neue und besondere Herausforderung. Das Museum zeigt in seiner Ausstellung die unterschiedlichen Entwicklungen in beiden deutschen Staaten, stellt jedoch auch internationale Bezüge her. Insbesondere nimmt die Ausstellung dabei Bezug auf das Spionagedrehkreuz Berlin. In einer interaktiven Karte können Besucher die für die Geheimdienste relevante Orte in der Hauptstadt kennenlernen: konspirative Wohnungen des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) genauso wie die Abhörstationen der westlichen Geheimdienste. Der Sammlungsschwerpunkt Kalter Krieg umfasst das Handwerkszeug der Agenten aus der Zeit der Ost-West-Konfrontation. Dazu gehören archivierte Geruchsproben sowie Kameras aus den Werkstätten des Operativ-Technischen Sektors (OTS) des MfS genauso wie die Schlüsselanhängerkamera der CIA.

Führungen zu Geheimdiensten in der bipolaren Welt und zur Hauptstadt der Spione bieten eine wertvolle Vertiefung. Zahlreiche Interviews mit Zeitzeugen und Wissenschaftlern illustrieren dabei die Tätigkeit der Nachrichtendienste beider Seiten: Zum Beispiel erzählen die Spione der Hauptverwaltung Aufklärung (HVA) im Ministerium für Staatssicherheit Rainer Rupp und Dieter Feuerstein ihre Geschichte genauso wie Christopher McLarren vom US-Militärgeheimdienst, der in der amerikanischen Abhörstation auf dem Teufelsberg gearbeitet hat.

Die Veranstaltungsreihe des Deutschen Spionagemuseums bietet Vorträge, Lesungen und Filmvorführungen von Experten und Zeitzeugen, beispielsweise zu folgenden Themen:

| Buchpräsentationen zur Neuauflage von "Hauptstadt der Spione" von Sven-Felix Kellerhoff und Bernd von Kostka oder der Unabhängigen Historikerkommission zur Erforschung der Geschichte des BND;

| Diskussion und Filmvorführung (Bridge of Spies) "Der Tag, der die Agentenwelt veränderte" mit dem Ex-CIA-Agenten Eberhard Fätkenheuer, der auf der Glienicker Brücke ausgetauscht wurde;

| Diskussionsrunde zur "Aids-Verschwörung", einer Desinformationskampagne des KGB und der Stasi;

| Lesung und Diskussion zu "Der Desinformant" mit Autor Horst Kopp und Dr. Helmut Müller-Enbergs.

Für Veranstaltungen bestehen aktuell Kooperationen mit dem Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, dem Alliiertenmuseum und der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen.