Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)

Standort:
Zentrum für Militärgeschichte und
Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw)
Zeppelinstr. 127/128
14471 Potsdam
Deutschland

Kontakt:
PD Dr. Oliver Bange
Tel. +49 331 9714 414
oliverbange[at]bundeswehr.org

Öffnungszeiten:
Montag bis Donnerstag 9 - 17 Uhr
Freitag 9 - 12 Uhr

http://www.zmsbw.de/

Selbstbeschreibung: 

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) zählt zu den Ressortforschungseinrichtungen des Bundes im Geschäftsbereich des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg). Es betreibt militärhistorische Grundlagenforschung sowie militärsoziologische und sicherheitspolitische Forschung für die Bundeswehr. Dazu erforscht es die deutsche Militärgeschichte – mit Schwerpunkt auf dem Zeitalter der Weltkriege sowie der Militärgeschichte der Bundesrepublik und der DDR in ihren Bündnissen – unter Berücksichtigung der Wechselbeziehungen zwischen Militär, Staat, Gesellschaft, Wirtschaft, Kultur und Öffentlichkeit. Mit seiner sozialwissenschaftlichen Forschung leistet es einen Beitrag zur Fortentwicklung der Militärsoziologie und der Sicherheitspolitik sowie zur wissenschaftsbasierten Politikberatung.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Die Zeit von 1945 bis 1990 stellt einen Schwerpunkt der historischen Grundlagenforschung zur deutschen Militärgeschichte dar. Der Blick richtet sich auf die Geschichte der beiden deutschen Nachkriegsarmeen im Kontext des Ost-West-Konflikts. Neben struktur- und operationsgeschichtlichen, militär- und sicherheitspolitischen sowie rüstungswirtschaftlichen Themen werden alltags-, mentalitäts- und biographiebezogene Ansätze verfolgt. Eine umfassende Deutung der Militärgeschichte der Bundesrepublik und der DDR bedarf zudem Forschungen zur Einbindung des Militärs in die Strukturen ihrer jeweiligen Bündnisse.

Mitarbeiter mehrerer Forschungsbereiche sind an einem interdisziplinären Forschungsprojekt zur deutschen Militärgeschichte und Sicherheitspolitik von 1970 bis 1990 beteiligt.

Weitere einschlägige Projekte widmen sich der Geschichte der Bundeswehr und der Nationalen Volksarmee, der Edition der Unterlagen des Verteidigungsausschusses des Deutschen Bundestages, der Geschichte der Bündnisse, den Veränderungen von Kriegsvorstellungen in Ost und West und ihren Konsequenzen für den Verlauf des Systemkonflikts.

Die Ergebnisse eigener Forschungen, internationaler Kooperationen und Konferenzen werden in mehreren Buchreihen zum Ost-West-Konflikt veröffentlicht, außerdem in der "Militärgeschichtlichen Zeitschrift" und der "Militärgeschichte – Zeitschrift für historische Bildung".

Das ZMSBw ist für das Museums- und Sammlungswesen der Bundeswehr – und damit auch für die umfangreichen Zeugnisse zur Ära zwischen 1945 und 1990 – federführend verantwortlich.

Das ZMSBw besitzt eine der umfangreichsten Fachbibliotheken zur Militärgeschichte, die auch das Zeitalter des Ost-West-Konflikts abdeckt und für den allgemeinen Publikumsverkehr geöffnet ist.