Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. (TU Dresden)

Standort:
Hannah-Arendt-Institut für
Totalitarismusforschung e.V.
Helmholtzstraße 6
01069 Dresden
Deutschland

Kontakt:
Prof. Dr. Günther Heydemann
Prof. Dr. Uwe Backes
Dr. Clemens Vollnhals

www.hait.tu-dresden.de

Selbstbeschreibung: 

Das Hannah-Arendt-Institut für Totalitarismusforschung e.V. an der TU Dresden (HAIT) widmet sich der systematischen und vergleichenden Untersuchung des Nationalsozialismus und des Kommunismus. Als Weltanschauungsdiktaturen haben sie das 20. Jahrhundert entscheidend geprägt. Ihre Folgen wirken noch immer als Hypotheken für Gegenwart und Zukunft nach, nicht zuletzt in Deutschland. Komparative Perspektiven auf andere faschistische und staatssozialistische Systeme ergänzen die Untersuchungen zu den Diktaturen in Deutschland. Die kritische Auseinandersetzung mit dem politischen Extremismus in Geschichte und Gegenwart sowie die Transformation autokratischer Systeme in demokratische und rechtsstaatliche Gesellschaften stellen gleichfalls Forschungsthemen des Dresdner Instituts dar.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Der Kalte Krieg wird in den Forschungen des HAIT vor allem im Zusammenhang mit der Aufarbeitung der Geschichte der SBZ/DDR sowie der deutsch-deutschen Beziehungen thematisiert. Einen Schwerpunkt bilden Studien zur Entstehungsphase unter sowjetischer Besatzung, zuletzt in dem von Mike Schmeitzner, Clemens Vollnhals und Francesca Weil edierten Band "Von Stalingrad zur SBZ. Sachsen 1943-1949" (erschienen 2015).

Dazu gehört ebenso die intensive Erforschung der friedlichen Revolution von 1989/90. Das zurzeit laufende Großprojekt zum vorgetäuschten Mehrparteiensystem der DDR unter besonderer Berücksichtigung der Liberal-Demokratischen Partei Deutschlands (LDPD) umgreift einen weiteren Forschungsschwerpunkt im Kontext des Kalten Krieges.

Erwähnung verdient auch eine noch nicht abgeschlossene Studie "DDR-Filmpropaganda und die westdeutsche Zensur durch den Interministeriellen Ausschuss für Ost-West/Filmfragen".