Deutsches Historisches Institut Paris

Standort:
Deutsches Historisches Institut Paris
8 rue du Parc-Royal
75003 Paris
Frankreich

Kontakt:
Dr. Christian Wenkel
Tel. +33 (0)1 44 54 23 90
cwenkel[at]dhi-paris.fr

www.dhi-paris.fr

Selbstbeschreibung: 

Das Deutsche Historische Institut (DHI) Paris ist ein 1958 gegründetes außeruniversitäres Forschungsinstitut, das seit 2002 der Max Weber Stiftung – Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland angehört.

Zu seinen Aufgaben gehört die Durchführung und Veröffentlichung von Forschungen zur französischen, deutsch-französischen und westeuropäischen Geschichte. Das Institut verfügt über eine mit ca. 110 000 Bänden ausgestattete Spezialbibliothek und veranstaltet regelmäßig Vorträge, Seminare und Tagungen. Das DHI Paris gibt die Fachzeitschrift Francia sowie mehrere Buchreihen heraus. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt im Bereich des elektronischen Publizierens in Form von e-Journals, auf Publikationsplattformen und durch andere Online-Projekte. Von großer Bedeutung für die Vernetzung von deutscher und französischer Wissenschaft ist auch die Nachwuchs- und Forschungsförderung des Instituts durch breit gefächerte Förderprogramme.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Eine von Christian Wenkel koordinierte Arbeitsgruppe des DHI Paris hat sich am Beispiel Frankreichs mit den Interdependenzen zwischen dem Kalten Krieg und dem europäischen Integrationsprozess in den 1970er und 1980er Jahren beschäftigt. Dazu wurde seit 2010 eine Reihe von wissenschaftlichen Veranstaltungen durchgeführt (u.a. Workshops in Paris, München und Padua). Eine Publikation der Ergebnisse ist in Vorbereitung. Darauf aufbauend bereitet er eine weitergefasste Studie vor, in der er neben Frankreich, Großbritannien, der Bundesrepublik und der Europäischen Gemeinschaft vor allem die USA als zentralen Akteur in den Blick nehmen wird. Die Beschäftigung mit der Rolle der USA ist für das Verständnis der zu untersuchenden Wechselwirkungen von elementarer Bedeutung, weil die westliche Führungsmacht den europäischen Integrationsprozess von Anbeginn maßgeblich geprägt hat. In den 1970er Jahren änderte sich das US-amerikanische Verhältnis zu Westeuropa, das Interesse an einer europäischen Einheit zugunsten eigener strategischer Bedürfnisse blieb jedoch ungebrochen. Der amerikanische Einfluss auf die strukturelle Entwicklung der Europäischen Gemeinschaft in den beiden letzten Jahrzehnten des Kalten Krieges wird insbesondere am Beispiel von Entspannungs- und Energiepolitik untersucht.