Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS)

Standort:
Hamburger Institut für Sozialforschung
Mittelweg 36
20148 Hamburg
Deutschland

Kontakt:
Tel. +49 (0) 40 414097-0
his[at]his-online.de

www.his-online.de

Selbstbeschreibung: 

Das Hamburger Institut für Sozialforschung (HIS) ist eine operative Stiftung, sie wurde 1984 von Jan Philipp Reemtsma gegründet. Seit 2015 wird das Haus von Prof. Dr. Wolfgang Knöbl geleitet. Eine große thematische Offenheit und ein ausgeprägtes Serviceangebot an die interessierte Öffentlichkeit sind Kennzeichen der unabhängigen außeruniversitären Forschungseinrichtung. Hierzu zählen die öffentlich zugängliche Bibliothek und das in der Bundesrepublik einzigartige Archiv, mit der Sondersammlung "Protest, Widerstand und Utopie in der Bundesrepublik Deutschland".

Den Kern der Institutsarbeit aber bildet die Forschung. Geistes- und Sozialwissenschaftler/innen arbeiten unter einem Dach, wobei das fachübergreifende Gespräch die Arbeitsgrundlage ist. Die Nähe und der Kontakt zum staatlich betriebenen akademischen Betrieb sind uns sehr wichtig. Die Arbeitsvorhaben und Forschungsergebnisse werden in Artikeln, Büchern, auf Tagungen, in Vorträgen und Ausstellungen präsentiert. Ein zentrales Forum für wissenschaftliche Publikation und Diskussion bieten die Zeitschrift Mittelweg 36 und der Verlag Hamburger Edition.

Das HIS gehört gemeinsam mit dem Institut für Zeitgeschichte München – Berlin, der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und der Humboldt-Universität zu Berlin zu den Gründern des Berliner Kolleg Kalter Krieg | Berlin Center for Cold War Studies, das im März 2015 seine Arbeit aufgenommen hat und von Prof. Dr. Bernd Greiner geleitet wird.

Aktivitäten zum Kalten Krieg: 

Seit 2001 gehörte die Befassung mit dem Kalten Krieg zu den Kernthemen des Hamburger Instituts für Sozialforschung. Von 2003 bis 2011 arbeitete am HIS unter der Leitung des Historikers Prof. Dr. Bernd Greiner eine Forschergruppe zum Thema "Kalter Krieg". In dieser Zeit wurden acht internationale Tagungen durchgeführt und mehrere Monographien erstellt.

Der Kalte Krieg, so die Prämisse, ist eine historische Epoche, die nur in ihrer globalen Dimension angemessen verstanden und historiographisch bearbeitet werden kann. Bei der Themenwahl wurde folglich darauf Wert gelegt, die regionalen, nationalen und globalen Aspekte in ihrer wechselseitigen Bedingtheit zu erfassen. Selbstverständlich hatten die klassischen Fragen der Kalte-Kriegs-Forschung – fokussiert auf internationale Diplomatie und auf die Geschichte von Rüstung, Konflikten, Krisen und "kleinen Kriegen" – dabei ihren Platz. Neueren Ansätzen folgend, wurde der Kalte Krieg aber zugleich als Gesellschaftsgeschichte verstanden und analysiert. Nicht zuletzt bestand das erkenntnisleitende Interesse darin, eine Historisierung des Kalten Krieges mit Problemstellungen historischer und sozialwissenschaftlicher Zeitdiagnose zu verbinden.

Aktuell gibt es im HIS zwei Projekte zum Themenzusammenhang Kalter Krieg:
Prof. Dr. Bernd Greiner (Angstunternehmer. Die USA im 20. Jahrhundert)
PD Dr. Claudia Kemper (Wann ist Frieden? Konzepte, Aushandlungen und Repräsentationen von Transitionsprozessen am Ende des 20. Jahrhunderts)

Die BIBLIOTHEK hat einen umfangreichen Bestand an Büchern und Zeitschriften zum Thema Kalter Krieg – insgesamt über 500 Medien – aufgebaut. Sie können ihn direkt im Bibliothekskatalog aufrufen. Als Suchbegriffe im Katalog können Sie u.a. die Schlagworte "Kalter Krieg" und "Ost-West-Konflikt" verwenden.

Im ARCHIV finden sich umfangreiche Quellensammlungen zum Thema Kalter Krieg.

Die Ergebnisse der von 2002 bis 2010 durchgeführten Tagungsreihe wurden im Verlag Hamburger Edition in einer sechs Bände umfassenden Bücherreihe zum Kalten Krieg publiziert. Darüber hinaus finden Sie in der Hamburger Edition weitere Bücher zum Themenkomplex Kalter Krieg.

Weitere Publikationen finden Sie hier in der Zeitschrift Mittelweg 36.