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4.4.2016

Der Amtsantritt Michail Gorbatschows im März 1985: Ein Anfang vom Ende des Kalten Krieges?

Mitte März 1985 wurde das damals jüngste Mitglied des Politbüros der KPdSU, Michail Gorbatschow, zum Generalsekretär ernannt. Rückblickend erscheint uns dieses Datum als einer der Wendepunkte in der Geschichte des Kalten Kriegs – doch wie nahmen die Zeitgenossen Gorbatschow wahr? Ilse Dorothee Pautsch, wissenschaftliche Leiterin des Editionsteams "Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland", gibt Einblick in kürzlich freigegebene Quellen.

 
10.3.2016

Ein Jahr Berliner Kolleg. Pressespiegel

Im Rahmen eines Werkstattberichtes über die bisherige und zukünftige Arbeit des Berliner Kollegs wurden am 8. März 2016 zwei Projekte des Kollegs präsentiert: Die neue Internetseite mit dem "Portal Kalter Krieg" und die zusammen mit der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur realisierte Ausstellung "Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen".

 
3.3.2016

Ausstellung: Der Kalte Krieg. Ursachen - Geschichte - Folgen

"Der Kalte Krieg. Ursachen – Geschichte – Folgen" heißt die Ausstellung, die das Berliner Kolleg Kalter Krieg und die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur ab März 2016 für die schulische und außerschulische Bildungsarbeit zur Verfügung stellen. Mit ihren Texten, über 160 zeithistorischen Fotos und Dokumenten sowie QR-Codes, die zu Filmdokumenten im Internet verlinken, wird die Ausstellung zu einem Panorama des Kalten Krieges, der als globale Systemkonkurrenz die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts prägte.

 
1.3.2016

"Wag the Dog" – Politik an den Grenzen des Kalten Krieges

Zu den großen Herausforderungen zeithistorischer Forschung gehört nach wie vor, die vielfach verschränkte Geschichte des Kalten Krieges zu entwirren – gerade in der Dritten Welt. Weil die Grenzen konkurrierender Einflusszonen auf der nördlichen Halbkugel fixiert waren und auf absehbare Zeit undurchdringlich schienen, verlagerten die USA und die UdSSR ihren Kampf um Ressourcen, Deutungsmacht und Prestige seit den späten 1950er Jahren zusehends in die südliche Hemisphäre. Doch nicht allein US-Präsidenten und sowjetische Generalsekretäre bestimmten die dortigen Ereignisse. Der Historiker Bernd Greiner über ein Thema, das mehr Aufmerksamkeit verdient.

 
29.2.2016

Relikte des Kalten Krieges. Fotografien von Martin Roemers

Was blieb vom Kalten Krieg? Die Antwort des niederländischen Fotografen Martin Roemers fällt eindeutig aus: Es sind die baulichen und topographischen Hinterlassenschaften des Ost-West-Konflikts in Europa, deren Spuren Martin Roemers im doppelten Sinne des Wortes aufgenommen hat. Martin Roemers Aufnahmen führen zu verlassenen Armeestützpunkten und Bunkeranlagen, Truppenübungsplätzen und technischen Installationen, Überwachungseinrichtungen und Gedenkorten.

 
9.2.2016

Ein Geist geht um in Arabien – Wie die Deutschen ihren Kommunismus in den Jemen brachten

Warum gerade Jemen? Was genau hatte die DDR dort, am Ende der Welt, im wahrsten Sinne des Wortes "zu suchen"? Und unter welchen Bedingungen konnte diese aus Mitteleuropa importierte Ideologie implementiert werden? Miriam Müllers interdisziplinäre Fallstudie zum intensiven Engagement der DDR im einzigen marxistisch-leninistischen Staat der arabischen Welt – der Volksrepublik Jemen – geht weit über diese Fragen hinaus.

 
12.1.2016

Forschungen zur chinesisch-sowjetischen Rivalität in der Dritten Welt

Austin Jersild stellte seine aktuellen Publikations- und Forschungsprojekte zur chinesisch-sowjetische Rivalität in der Dritten Welt vor. Seine in Kürze erscheinenden Arbeiten umfassen Artikel über die chinesisch-osteuropäischen Beziehungen in den 1950er Jahren als Teil eines Sammelbandes zur Normalisierung der chinesisch-europäischen Beziehungen, der vom Cold War International History Project in Washington, DC, herausgegeben wird.

 
8.12.2015

DDR und PLO. Die Palästinapolitik des SED-Staates

Die SED suggerierte über Jahrzehnte hinweg, dass sie ein enges und besonderes Bündnis mit der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) unter Führung Jassir Arafats pflege. Lutz Maeke gelangt zu anderen Ergebnissen: Zwietracht und Konfrontation, nicht Freundschaft und Vertrauen, prägten das Verhältnis zwischen der DDR und der PLO unter Vorsitz Jassir Arafats von Beginn an – denn die SED lehnte die innerpalästinensische Führungsrolle von Arafats politischer Partei Fatah entschieden ab.

 
17.11.2015

Italien und die deutsche Einigung 1989/1990

Am 9. November 1989 begann der deutsch-deutsche Einigungsprozess - eine wichtige Zäsur für das gesamteuropäische Projekt. Aus deutscher Binnenperspektive ist dieser Prozess sehr gut erforscht worden. Die Reaktionen der Großmächte sowie Frankreichs und Großbritanniens sind ebenfalls gut analysiert. Die italienische Haltung ist jedoch bis heute nur unzureichend dokumentiert. Italiens Rolle erforscht Deborah Cuccia in ihrem Dissertationsprojekt.

 
22.10.2015

Ringvorlesung: Neue Forschungen zum Kalten Krieg

International renommierte Experten stellen in dieser Ringvorlesung die Ergebnisse und Methoden neuer Forschungen zum Kalten Krieg vor. Entsprechend vielfältig sind die Themenfelder: Diplomatie- und Militärgeschichte kommt ebenso zur Sprache wie die Geschichte von Emotionen, es geht um die Rolle von außerparlamentarischen Bewegungen und „Gegenexperten“, um Wissensproduktion und Wissensordnungen und nicht zuletzt um Erinnerungskulturen. Gezeigt wird, dass der Kalte Krieg die beteiligten Gesellschaften tief durchdrungen hat und deshalb bis heute in vielfältiger Weise nachwirkt.

 

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