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26.1.2018

Italien und die DDR in den 1970er und 1980er Jahren

Italien und die DDR stellten während des Kalten Krieges zwei Sonderfälle dar. Ähnliche strukturelle Probleme – schwache Volkswirtschaften, schwierige Beziehungen zu ihren jeweiligen Verbündeten und zunehmende soziale Unruhen – wirkten sich auf ihre internationalen Beziehungen aus und überließen beiden wenig außenpolitischen Spielraum. Laura Fasanaro erkundet Geschichte und Politik beider Länder während des Kalten Krieges. (Auf Englisch)

 
23.1.2018

Der tschechoslowakische Hafen in Hamburg während des Kalten Krieges. Eine Projektvorstellung

Der 1928 gegründete tschechoslowakische Hafen in Hamburg war schon während der Zwischenkriegszeit ein wichtiger Umschlagplatz für den Außenhandel des zentraleuropäischen Binnenlandes. Diese Bedeutung behielt der Hafen auch nach 1945 bei – nunmehr als sozialistischer Außenposten gut 60 Kilometer jenseits des Eisernen Vorhangs. Bei vollem Betrieb und mit offenen Grenzen erzeugte die tägliche Konfrontation der politischen Systeme einen spezifischen Mikrokosmos. Sarah Lemmen stellt ihr kulturgeschichtliches Forschungsprojekt vor.

 
17.1.2018

Interrogation Nation: Refugees and Spies in Cold War Germany

In seinem Buch Interrogation Nation: Refugees and Spies in Cold War Germany analysiert Keith R. Allen die “overlooked story of refugee screening in West Germany” (p. xv). Aufbauend auf seiner in deutscher Sprache vorliegenden Studie über die Überprüfungen im West-Berliner Aufnahmelager Marienfelde untersucht er Orte, Personen, und Praktiken der Flüchtlingsüberprüfung durch die drei Westmächte und die Bundesrepublik. Eine Rezension von Douglas Selvage. (Auf Englisch)

 
21.11.2017

Der Chinesisch-Indische Grenzkrieg von 1962. Neue Perspektiven

Ein neues, von Amit R. Das Gupta und Lorenz M. Lüthi herausgegebenes Buch gibt neue Einblicke in den kurzen Grenzkrieg von 1962, der in Indien ein dauerhaftes Trauma hinterlassen hat. In zwölf Kapiteln untersuchen elf Autoren die Hintergründe, Politik und Fehlentscheidungen dieser militärischen Auseinandersetzung. Dabei werden neben bekannten auch zahlreiche neu erschlossene Archivalien ausgewertet. Neue Aspekte bieten vor allem die Beiträge von Amit Das Gupta über Indiens Politik, Dai Chaowu über Chinas Politik und Payal Banerjee über die wenig bekannte Situation der indischen Chinesen während des Krieges. Eine Rezension von Jyotirmoy Banerjee (Auf Englisch).

 
7.11.2017

Im finnischen Fernsehen: Erich Honecker auf Elchjagd und andere Nachrichten

Der Tod von Helmut Kohl am 16. Juni 2017 löste in den sozialen Medien zum Teil nostalgische Reaktionen aus. Dazu gehörte auch die Veröffentlichung von Videoclips zum historischen Treffen von Kohl und Erich Honecker 1987 in Bonn. Darunter befand sich auch ein Beitrag des finnischen Rundfunks. Von Laura Ellen Saarenmaa (Auf Englisch).

 
24.10.2017

Vorsichtige Kritik: Indiens Haltung zur amerikanischen Intervention 1965 in der Dominikanischen Republik

Nach der Kubakrise bedeutete die amerikanische Intervention in der Dominikanischen Republik 1965 ein weiteren "Stresstest" für die Beziehungen der beiden Supermächte. Die UdSSR versuchte Indien als zentralen Akteur der Bewegung blockfreier Staaten auf ihre Seite zu ziehen. Binay Prasad zeigt auf, wie Indien reagierte und seine Interessen mit der Blockfreienbewegung in Einklang zu bringen suchte (Auf Englisch).

 
10.10.2017

Eine vereinte anti-revisionistische Front? Die Achse Peking-Pjöngjang in der internationalen kommunistischen Bewegung der frühen 1960er Jahre

Seit 1950 wird die Beziehung zwischen der Volksrepublik China und der Demokratischen Volksrepublik Korea von den offiziellen chinesischen Medien als "stets stabile" "unverbrüchliche Freundschaft" charakterisiert. Neue Studien zu den bilateralen Beziehungen erzählen jedoch eine andere Geschichte. Die chinesisch-nordkoreanischen Beziehungen erlebten nicht nur schwere Zeiten während des Kalten Krieges. Tatsächlich hat diese "traditionelle Freundschaft" nie wirklich existiert. Von Tao Chen (Auf Englisch).

 
26.9.2017

Umweltschutz über Grenzen. Die deutsch-deutsche Umweltvereinbarung von 1987

Gewässer- und Luftverschmutzung, Abfallentsorgung und Waldschäden – die Liste der gemeinsamen Umweltprobleme der DDR und der Bundesrepublik war lang. Dafür wurde vor dreißig Jahren eine Vereinbarung getroffen, mit der die grenzüberschreitende Umweltverschmutzung eingedämmt werden sollte. Ein Beitrag von Sophie Lange.

 
12.9.2017

Das chinesische Zentrum für die Erforschung des Kalten Krieges – The ECNU Center for Cold War International History Studies

Ziel dieses Artikels ist es, die Geschichte und Arbeit einer der führenden chinesischen Institutionen auf dem Forschungsfeld der internationalen Geschichte des Kalten Krieges vorzustellen. Das "Center for Cold War International History Studies" an der East China Normal University steht stellvertretend für die enormen Anstrengungen, welche in den vergangenen 16 Jahren unternommen wurden, um die chinesische Forschung zum Kalten Krieg mitten ins Zentrum der internationalen Historiographie zu rücken. Die dort erarbeiteten Forschungsergebnisse sind inzwischen zu einem Referenzpunkt für jeden Wissenschaftler geworden, der sich mit der Geschichte der chinesischen Außenpolitik oder der Globalgeschichte des Kalten Krieges beschäftigt. Von Jovan Čavoški.

 
29.8.2017

Der indische Subkontinent als Spielfeld des Kalten Krieges: Deutsch-deutsch-indische Beziehungen im Bangladeschkrieg 1971

Die jeweilige Südasienpolitik der beiden deutschen Staaten war im Bangladeschkrieg derart auf- und gegeneinander bezogen, dass sie die Bipolarität des Kalten Krieges zeitweise durchbrachen. Bundesrepublik und DDR verfolgten dabei dezidiert nationalstaatliche Eigeninteressen, die sich deutlich von denen ihrer vermeintlichen außenpolitischen Vorbilder diesseits und jenseits des Eisernen Vorhangs unterschieden. Von Alexander Benatar.

 

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